Dieser Teil unserer kleinen Zigarrenserie ist allen Heimwerkern gewidmet.
Hier nun die Bauanleitung für Zigarren: Die Blätter die vorher fermentiert wurden, werden jetzt in ein Sortierhaus gebracht und nach Farbe, Größe und Struktur eingeteilt. Danach werden die Tabakblätter angefeuchtet, die Deckblätter mit klarem Wasser und die Einlageblätter mit einem Gemisch aus Tabaksaft und Wasser. Das Sortieren und Entrippen wird von jeher durch Frauen erledigt.
Begleiten Sie uns in diesem Kapitel in eine Zigarrenfabrik, um dort den Zigarrenrollern (in Ihrer Heimat Torcedores genannt) über die Schulter zu schauen.
Im Grunde hat sich in den letzten 150 Jahren an der Herstellung einer guten handgemachten Zigarre nichts geändert.
Wie vielfältig das Thema Zigarre ist, merken wir schon daran, dass es für jede Art von Hobby etwas bereit hält. Hier also das Kapitel für den Hobbygärtner.
Der lateinische Name des Nachtschattengewächses Tabak ist Nicotiana trabacum. Die Tabakpflanze ist ein einjähriges Gewächs und trägt in der Blüte winzige Samenkörner durch die sie sich vermehrt.
Bis in das ausgehende Mittelalter war uns Europäern, wie viele andere leckere Sachen auch der Tabak und dessen Gebrauch völlig unbekannt. Wir verdanken also einen der höchsten Genüsse den Conquistadores und allen voran Christoph Kolumbus. Die ersten Zigarrenraucher gab es wohl in Mexiko auf der Halbinsel Yucatan, denn die dort lebenden Mayas kultivierten die Tabakpflanze.
Der geneigte Leser wird sich vielleicht die Frage stellen, was das Kapitel Zigarren unter dem Punkt Lebensart zu suchen hat. Ich denke, darauf gibt es der Antworten viele. Zum einen bin ich selber ein begeisterter Zigarrenraucher, und für mich gehört Zigarrenrauchen zu den größten Genüssen, die ich mir vorstellen kann.